11.10.2008, von Thomas Perdion

Großübung der Rheinenser Hilfsorganisationen

Noch herrschte eine ruhige Atmosphäre an der Josef-Pieper-Schule in Rheine-Bentlage. Doch plötzlich hörte man nur noch Martinshorngeräusche. Feuer im Dachstuhl der Schule und Überschwemmungsgefahr durch Starkregen. Für das THW Rheine und den anderen Hilfsorganisationen bedeutete dies Alarmstufe Rot. Zum Glück handelte es sich hierbei nur um eine Großübung die in dieser Größenordung seit zehn Jahren nicht mehr stattfand.

Fotos: Thomas Perdion

Das THW Rheine, unter der Leitung von Zugführer Dirk Dickmänken, rückte zunächst mit dem gesamten Technischen Zug von der Unterkunft des Ortsverbandes zu einer Sammelstelle in Bentlage aus. Dort traf man sich mittags mit den anderen Rettungsmannschaften. Teilnehmer der Übung waren außer dem THW, die freiwillige Feuerwehr, der MHD, die DLRG, das DRK, die Johanniter und der Arbeiter-Samariterbund. Insgesamt waren über 250 Helfer an dieser ersten gemeinsamen Einsatzübung beteiligt. Unter Funk erhielt man weitere Einweisungen bis schließlich alle Hilfsorganisationen von der Sammelstelle, Richtung Josef-Pieper-Schule aufbrachen.

 

Die THW´ler aus Rheine hatten vor Ort die Aufgabe eine 960 Meter lange Pumpstrecke (zunächst ein F-, dann zwei A-Schläuche) zu errichten. Ziel war es, Löschwasser aus der Ems in ein Auffangbecken für die Feuerwehr zu pumpen, damit diese den simulierten Brand in der Schule löschen konnte. Eingesetzt wurde hierbei die Drehkolbenpumpe des Ortsverbandes Rheine.

 

Zeitgleich wurde das Verbauen von Sandsäcken geübt, wobei die Sandsäcke zunächst vom Bergeräumgerät, mithilfe der Palettengabel am Übungsort ausgeladen werden mussten. Die leeren Säcke wurden bereits am Vormittag an der Unterkunft mit Sand gefüllt und auf Paletten gestapelt. Simulierte Aufgabe war hierbei das Nebengebäude der Schule zu sichern, da ein Bach wegen Starkregen über die Ufer trat.

 

Hauptaugenmerk der gesamten Übung war jedoch, wie die Kommunikation der Organisationen untereinander klappen würde. Nicht umsonst wurde der Funkverkehr während dieser Großübung von den einzelnen Einsatzgruppen mit ihren spezifischen Aufgaben protokollarisch zusammengefasst.

 

Nach vierstündigem hartem Übungseinsatz bedankte sich Johannes Plagemann, Leiter der Feuerwehr Rheine bei allen Helfern und zeigte sich sehr zufrieden über den reibungslosen Ablauf. Auch im Bezug auf das Timing der Arbeitsabläufe, war man beim THW Rheine mehr als zufrieden, betonte Bernhard Heeke, Ortsbeauftragter des THW Rheine.

 

Neben der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungskräfte untereinander, wurde vor allem die technische Leistungsfähigkeit des THW Rheine bei der Löschwasserversorgung herausgestellt. "Die Leistung hat uns echt überrascht", sagte Guido Amling. Über die Schlauchleitung hat das THW der Feuerwehr 3200 Liter Emswasser pro Minute zugeführt, obwohl die Pumpe lediglich "Halblast" fuhr. "Gut zu wissen, dass das so funktioniert. Wenn es künftig mal einen Großbrandschaden geben sollte, können wir sagen, dass das THW mit rein muss", erwähnte Plagemann. Anschließend gab es bei schönem Wetter einen kleinen Imbiss.


  • Fotos: Thomas Perdion

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