19.05.2014, von Paul Wehry

Ehrenamtliche des THW Rheine helfen in Serbien

Rheine / Serbien. Am Sonntag ist ein 16-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) aus NRW mit Hochleistungspumpen eingetroffen. Darunter ist auch Stefan Peselmann aus Rheine, welcher am Samstag nach Belgrad anreiste. Sie werden die serbischen Behörden bei der Flutbekämpfung unterstützen.

Unsere beiden Auslandsexperten Sarah Wehry und Stefan Peselmann zusammen mit Bernhard Heeke (Ortsbeauftragter), Martin Forstmann (stv. Ortsbeauftragter) und Dirk Dickmänken (Zugführer) nach dem Einsatz 2010 in Polen. (v.l.n.r)
Fotos: THW

Am Sonntagnachmittag traf ein 16-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) aus NRW nach zweitägiger Anreise im Krisengebiet in Serbien mit seinen Hochleistungspumpen ein. Die THW-Kräfte haben am frühen Nachmittag mit den Pumparbeiten nahe dem Braunkohletagebau in Kolubara, rund 30 km südwestlich von Belgrad, begonnen. „Wir sind froh, dass wir jetzt an der Einsatzstelle sind und unsere Pumpen laufen. An unserem Standort leisten wir einen wichtigen Beitrag, die technische Infrastruktur aufrecht zu erhalten“, sagt Christian Ruf, Teamleiter des High Capacity Pumping (HCP)-Moduls aus Nordrhein-Westfalen. Braunkohle ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes.

Zwei Rheinenser THWler sind Mitglied dieser überregionalen Auslandseinheit, welche sich auf die Hochwasserbekämpfung spezialisiert hat. Die Einheit hat sich am Freitagnachmittag im Auftrag der Bundesregierung aufgemacht, um vor Ort zu helfen. Zuvor hatte die serbische Regierung ein Hilfeersuchen an das Europäische Krisenreaktionszentrum (ERCC) in Brüssel gerichtet, erläutert Bernhard Heeke, der Ortsbeauftragter des THW in Rheine, das Vorgehen.

Einsatzgebiet für die 16 THW-Helfer ist ein großes Braunkohletagebaugebiet im Süden des Landes, in dem auch Strom erzeugt wird. „Wenn da das Hochwasser zuschlägt, wird es im ganzen Land dunkel“, so Martin Forstmann, stellvertretender Ortsbeauftragter. „Wir werden versuchen, den Braunkohlentagebau trocken zu halten.“ Dies wird mit speziellen leistungsstarken, mobilen Pumpen, des THWs, geschehen. Sarah Wehry, das zweite Mitglied dieser Einheit aus Rheine hält sich Bereit für eine Ausweitung des Einsatzes. „Personell haben wir sicherlich noch Luft nach oben und können den Einsatz über die aktuell geplanten 14-Tage hinaus erweitern, ohne die Einsatzbereitschaft in Rheine zu schmälern.“ versicherte Zugführer Dirk Dickmänken.

Ein HCP-Modul verfügt über eine Havariepumpe mit einer Leistung von 15.000 und zwei weiteren Großpumpen mit einer Leistung von jeweils 5000 Litern in der Minute. Die drei Pumpen können pro Minute insgesamt 25.000 Liter wegpumpen.

Auch Spezialgerät wie Tauchpumpen, Beleuchtungssätze oder Werkzeug hat das THW-Team dabei. Die Module bestehen aus mehreren Pumpengruppen, die zusammengeschlossen werden können, erläutert Rainer Wiebels. Die THWler arbeiten dabei Hand in Hand. „Jeder kann alles bedienen.“ Das ist wichtig für den Ernstfall, der jetzt eingetreten ist. „Vor vier Jahren“, erinnert sich Bernhard Heeke, „waren unsere beiden Helfer für vier Wochen in Polen, auch hier war ein schweres Hochwasser die Ursache.“


  • Unsere beiden Auslandsexperten Sarah Wehry und Stefan Peselmann zusammen mit Bernhard Heeke (Ortsbeauftragter), Martin Forstmann (stv. Ortsbeauftragter) und Dirk Dickmänken (Zugführer) nach dem Einsatz 2010 in Polen. (v.l.n.r)
    Fotos: THW

  • Zwischenstop des Konvois aus Nordrhein-Westfalen.

  • Wasser marsch: Die Pumpen laufen.

  • Aufbau der Pumpen.

  • Überflutungen in Serbien.

  • THW-Kräfte nehmen die Pumpen in Betrieb.

  • THW-Kräfte pumpen das Wasser ab.

  • Die Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu ihrem Einsatzort. Inzwischen laufen die ersten Pumpen.

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