Rheine, 01.04.2021, von Paul Wehry

Aprilscherz: Schock für das THW Rheine: Neubau der Unterkunft muss abgerissen werden!

„Eine Katastrophen, aber da müssen wir jetzt durch, da alle Möglichkeiten erschöpft sind!“ so fast Bernhard Heeke, THW Ortsbeauftragter für Rheine die Situation rund um den Neubau der Unterkunft für die THWler an der Hauenhorster Straße zusammen. Aber was ist passiert, denn eigentlich war alles auf einem guten Kurs? Im Januar war im Rahmen einer Baubegehung aufgefallen, dass es zwischen der Bauplanung der Statik der Liegenschaft zu Abweichungen gekommen ist. Man kann es drehen, wie man will, aber die neugebaute Fahrzeughalleinklusive Toren ist zu niedrig für die neuen Fahrzeuge des Ortsverbandes.

Fotos: THW
Der Rohbau vor kurz vor dem Abriss

Es ist der Wurm drin

„Wir waren so erleichtert, als der Neubau endlich begann und man unser neues Zuhause  in die Höhe wachsen sehen konnte“ berichtet Zugführer Marvin Saldsieder frustriert. Die Geschichte des Neubaus der Unterkunft in Rheine ließt sich wie ein Lehrstück des öffentlichen Bauens mit sich stetig verändernden Vorgaben, fehlendem Geld und veränderten Prioritäten. Bereits seit mehreren Jahrzentren warten die Helferinnen und Helfer auf den Neubau, zuletzt waren sie 2004 fast am Ziel, aber der Neubau wurde kurzfristig abgesagt, da das THW in Paderborn einen Totalverlust der Fahrzeughalle durch einen Brand erlitten hatte. „Da hatten wir zwar eine geballte Faust in der Tasche, aber der Verstand sagte, dass es die richtige Entscheidung war“ so Paul Wehry, Ausbildungsbeauftragter für Rheine.

Es wirkt wie ein schlechter Scherz

Im Rahmen vieler Krisengespräche wurden zwischen den beteiligten Unternehmen, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb, der BImA und dem THW wurden verschiedene Lösungsansätze untersucht, aber schlussendlich fiel die Entscheidung auf den Abriss des gerade hochgezogenen Rohbaus. „Die Höhe der Stellplätze ist bedingt durch die Weiternutzung der Bestandshalle mit acht Stellplätzen für den Ortsverband enorm wichtig“, erläutert Bernhard Heeke. Andernfalls müssten die neusten Fahrzeuge des Ortsverbandes dauerhaft im Freien stehen. Erschwerend neben den unpassenden Torhöhen kam hinzu, dass für die Veränderungen ein neuer Bauantrag notwendig gewesen wäre, was zu einem erneuten Genehmigungsverfahren geführt hätte. Im Zuge der Betrachtung dieser Möglichkeit wurden zudem Schwierigkeiten bei der Fluchtwegsituation entdeckt, welche starke Nutzungseinschränkungen zur Folge gehabt hätten.

Ein Hoffnungsschimmer: 1. April 2022

Die Vertreter des Ortsverbandes sind sich einig: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende mit einem Unterrichtsraum, welcher nur von 20 Helferinnen und Helfern betreten werden darf. Die Hoffnung in Rheine ruht jetzt auf einem beschleunigten Neubauverfahren, welches voraussichtlich zum 01. April 2022 einen Einzug in den neuen Neubau ermöglichen soll. „Alle sind willens für dieses Ziel zu arbeiten und mit Hochdruck die notwendigen Schritte einzuleiten!“ fast Bernhard Heeke die verfahrene Situation zusammen.


  • Fotos: THW
    Der Rohbau vor kurz vor dem Abriss

  • Das Corpus Delicti
    Glücklicherweise können z.B. die neuen Fenster noch weitergenutzt werden.

 




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